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Der E-Bike Kette Unterschied entscheidet über Verschleiß und Sicherheit, denn das hohe Drehmoment moderner Motoren zerreißt normale Ketten regelrecht. Ich bin Christian Reindl und schraubt seit Jahren in meiner Werkstatt an Fahrrädern. Was ich dabei immer wieder sehe: Kunden kommen mit gerissenen Ketten rein. Und fast immer ist es dieselbe Geschichte. Sie haben eine "normale" Kette am E-Bike montiert. Das geht eine Zeit lang gut. Dann knallt es beim Anfahren an der Ampel. Die Kette liegt im Dreck, der Fahrer auch.

Deshalb erkläre ich dir heute, warum verstärkte E-Bike Ketten kein Marketing-Gag sind. Sondern pure Physik. Und warum die 15 Euro Aufpreis dir später richtig Geld sparen.

E-Bike Kette Unterschied im Detail: Verstärkter Bolzen einer E-Bike Kette neben normalem Kettenglied in Werkstatt-Nahaufnahme

Der wahre Unterschied: Es kommt auf die Bolzen an!

Die Bolzenkraft macht den Unterschied, nicht die Laschenstärke. Das ist das Erste, was du verstehen musst. Viele denken, E-Bike Ketten wären einfach "dicker". Das stimmt so nicht. Der entscheidende Unterschied liegt in der Nietkraft der Bolzen.

Ein Bosch Performance CX Motor liefert bis zu 85 Newtonmeter Drehmoment. Das ist fast so viel wie bei einem kleinen Motorrad. Diese Kraft zerrt bei jedem Antritt an den Kettengliedern. Und genau hier liegt das Problem: Normale Ketten reißen nicht am Glied selbst. Sie reißen am Bolzen. Der Niet gibt nach, das Glied springt raus.

Eine verstärkte Fahrradkette wie die KMC e12 EPT hat spezielle Bolzen mit höherer Nietkraft. Die halten dem Drehmoment stand. Normale Ketten sind für menschliche Beinkraft ausgelegt. Das sind vielleicht 200-300 Watt. Ein E-Bike Motor schiebt aber mal eben 250 Watt zusätzlich drauf. Und das nicht sanft, sondern impulsartig beim Anfahren.

Ich hab das in der Werkstatt hundertfach gesehen. Die gerissenen Ketten zeigen alle dasselbe Bild: Der Bolzen ist rausgedrückt, das Glied aufgeklappt. Da hilft auch die schönste goldene Kette nix, wenn der Bolzen für Bio-Bikes gemacht ist.

Deine Kette kracht beim Schalten? Hol dir hier die verstärkte E-Bike Version.

Kann ich eine E-Bike Kette am normalen MTB fahren?

Ja, absolut – und es ist sogar mein Geheimtipp! Eine E-Bike Kette am normalen Mountainbike hält deutlich länger. Die verstärkten Bolzen sind für höhere Belastungen gemacht. Deine Beinkraft fordert sie praktisch gar nicht.

Das bedeutet: Weniger Verschleiß, längere Laufleistung, weniger Kettenwechsel. Ich fahre selbst an meinem Bio-MTB eine E-Bike Kette. Die läuft jetzt seit über 4.000 Kilometern. Eine normale Kette wäre bei meinem Fahrstil längst durch.

Umgekehrt ist es gefährlich! Eine normale Kette am E-Bike ist wie ein Fahrradreifen am Auto. Es funktioniert vielleicht kurz. Aber irgendwann passiert's. Und dann meistens im dümmsten Moment. Bergauf. Im Verkehr. Beim Sprint über die Kreuzung.

Wenn du eine neue Kette brauchst, schau dir mal unser komplettes Fahrradketten-Sortiment an. Da findest du für jeden Antrieb die passende Kette.

Vergleichstabelle: Normale Kette vs. E-Bike Kette

Eigenschaft Normale Kette E-Bike Kette
Bolzen-Nietkraft ca. 900-1.100 N ca. 1.300-1.500 N
Laufleistung am E-Bike 500-1.500 km 2.000-4.000 km
Rostschutz (EPT) Standard-Lackierung 650h Salzsprühtest
Reißgefahr bei 85 Nm Hoch Gering
Preis-Leistung 20-35 € 35-55 € (lohnt sich!)

Rostschutz & Beschichtungen: EPT macht den Unterschied

E-Bikes werden oft bei Wetter bewegt, bei dem normale Radler zuhause bleiben. Das liegt in der Natur der Sache. Viele E-Bike Fahrer sind Pendler. Die fahren auch bei Regen zur Arbeit. Oder nutzen das Rad fürs Einkaufen. Jeden Tag, das ganze Jahr.

Deshalb ist Rostschutz bei E-Bike Ketten kein Luxus. Sondern Pflicht. Die KMC Ketten mit EPT-Beschichtung setzen hier Maßstäbe. EPT steht für EcoProTeQ. Das ist keine einfache Lackierung, die nach ein paar Wochen abblättert.

KMC EPT Rostschutz-Beschichtung an E-Bike Kette – Wassertropfen perlen von der silber-matten Oberfläche ab

Die EPT-Technologie funktioniert so: Jedes einzelne Bauteil wird separat beschichtet. Also nicht nur die fertigen Glieder, sondern vorher schon Bolzen, Rollen und Laschen. Dadurch ist wirklich jede Stelle geschützt. Auch die Innenseiten, die man von außen gar nicht sieht.

Im Salzsprühtest hält EPT über 650 Stunden durch. Das ist doppelt so lange wie herkömmlicher Rostschutz. Für dich als Fahrer bedeutet das: Weniger Wartung, längere Lebensdauer, zuverlässigere Funktion. Gerade im Winter, wenn Streusalz auf der Straße liegt.

Wann sollte ich die Kette wechseln?

Miss lieber zu früh als zu spät! Das ist mein dringendster Rat. Eine verschlissene Kette frisst dir die Kassette und das Kettenblatt mit auf. Dann wird's richtig teuer. Eine Kette kostet 35-50 Euro. Eine neue Kassette nochmal 80-150 Euro. Plus Kettenblatt. Plus Arbeitszeit.

Beim E-Bike empfehle ich: Alle 1.000 bis 1.500 Kilometer mit der Kettenlehre messen. Bei 0,5 Prozent Längung (das sind 0,5 mm auf 100 mm) solltest du bei modernen 11- oder 12-fach Antrieben wechseln. Die schmalen Kassetten verzeihen weniger Verschleiß als alte 8-fach Systeme.

Wenn du die neue Kette montierst, musst du sie meistens kürzen. Wie das richtig geht, erkläre ich dir in meinem Ratgeber zur Kettenlänge.

Pflege: Warum Öl beim E-Bike noch wichtiger ist

Das hohe Drehmoment verdrängt das Kettenfett schneller aus den Gelenken. Das ist simple Physik. Mehr Kraft bedeutet mehr Druck. Mehr Druck presst das Schmiermittel raus. Deshalb musst du beim E-Bike häufiger nachölen als beim normalen Rad.

Meine Faustregel: Alle 150 bis 250 Kilometer nachschmieren. Bei Regen oder Matsch auch früher. Du merkst es auch am Geräusch. Wenn die Kette anfängt zu quietschen oder zu knirschen, ist es höchste Zeit.

Wichtig: Nicht ertränken! Ein paar Tropfen pro Glied reichen. Das Öl muss in die Röllchen und Bolzen ziehen. Überschüssiges Öl außen wischt du ab. Sonst sammelt sich Dreck und wirkt wie Schleifpapier.

Ich empfehle dir die F100 Pflegeprodukte von Dr. Wack. Die sind speziell für Fahrradketten entwickelt. Nicht zu dünn, nicht zu dick. Genau richtig für die hohen Belastungen am E-Bike.

Fazit: Investiere in Sicherheit statt in Reparaturen

Die 15 Euro Aufpreis für eine verstärkte E-Bike Kette sind die beste Investition am ganzen Rad. Du sparst dir Folgeschäden an Kassette und Kettenblatt. Du sparst dir den Ärger einer gerissenen Kette unterwegs. Und du fährst einfach entspannter.

Ich sag's mal so: Du würdest auch keine Sommerreifen im Winter fahren. Oder Billig-Bremsbeläge an einen Sportwagen schrauben. Dein E-Bike verdient die richtige Kette. Dein Motor liefert Kraft. Deine Kette muss das aushalten.

Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne. Ich helfe dir, die passende Kette für dein System zu finden. Ob Shimano, SRAM oder Bosch – für jeden Antrieb gibt's die richtige verstärkte Lösung.

Fahr sicher da draußen!
Dein Christian von Bavarian-Bike

Häufige Fragen zur E-Bike Kette

Warum reißen Ketten am E-Bike häufiger?
Das liegt am hohen Drehmoment der Motoren. Ein Bosch CX liefert bis zu 85 Nm. Diese Kraft zerrt bei jedem Antritt an den Bolzen. Normale Ketten sind für etwa 40-50 Nm menschlicher Beinkraft ausgelegt. Die Differenz ist einfach zu groß.

Wie erkenne ich eine verschlissene E-Bike Kette?
Mit einer Kettenmesslehre. Die zeigt dir die Längung in Prozent an. Bei 0,5% ist Wechselzeit. Optisch erkennst du Verschleiß auch an "hängenden" Gliedern. Die bewegen sich nicht mehr geschmeidig, sondern stocken.

Lohnt sich eine teure Goldkette am E-Bike?
Die Farbe ist egal. Entscheidend sind verstärkte Bolzen und guter Rostschutz. Eine silberne EPT-Kette für 45 Euro ist besser als eine goldene Billig-Kette für 60 Euro. Schau auf die Spezifikationen, nicht aufs Aussehen.

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