Quietscht es metallisch, zieht der Bremshebel weiter durch als sonst oder siehst du nur noch circa 1 mm Reibmaterial? Dann sind die Bremsbeläge fällig. Die gute Nachricht: Wechseln kannst du sie selbst. Bei der Scheibenbremse geht das so: Rad raus, Sicherung lösen, alte Beläge raus, Kolben mit einem flachen Kunststoffwerkzeug gerade zurückdrücken, neue Beläge samt Feder rein, sichern, Hebel ein paar Mal ziehen, Rad rein, einbremsen. Mit etwas Übung dauert das circa 10 bis 20 Minuten pro Bremse. Die Beläge kosten je nach Bremse circa 7 bis 30 Euro, eine Werkstatt nimmt für den reinen Wechsel meist circa 12 bis 20 Euro Arbeitslohn pro Bremse.
Inhalt:
- Wann müssen Bremsbeläge gewechselt werden?
- Werkzeug und Vorbereitung
- Scheibenbremse: Bremsbeläge wechseln Schritt für Schritt
- Sonderfall mechanische Scheibenbremse
- Bremsklötze an Felgenbremse und V-Brake wechseln
- Neue Beläge richtig einbremsen
- Welche Beläge passen in mein Bike?
- Was kostet der Bremsbelagwechsel?
- Typische Fehler beim Belagwechsel
- Häufige Fragen
- Mein Rat aus der Werkstatt
Wann müssen Bremsbeläge gewechselt werden?
Eine feste Kilometerzahl gibt es nicht. Gewicht, Gefälle, Nässe und ein schweres E-Bike machen ein Vielfaches aus. Verlass dich deshalb auf diese Anzeichen:
- Reibmaterial zu dünn. Shimano schreibt vor: Bei 0,5 mm Belagstärke oder weniger darf der Belag nicht mehr benutzt werden. Mein Rat: Reiz die Grenze nicht bis zum letzten Zehntel aus, sondern tausch etwas früher, dann hast du Reserve bis zur nächsten Kontrolle.
- Metallisches Schleifen oder Kratzen. Dann reibt oft schon die Trägerplatte an der Scheibe. Sofort tauschen, sonst ist die Bremsscheibe gleich mit hinüber.
- Hebel zieht weiter durch. Je dünner der Belag, desto weiter müssen die Kolben ausfahren. Bei Seilzugbremsen merkst du das noch deutlicher.
- Bremsleistung lässt nach oder die Bremse quietscht dauerhaft. Das kann auch an verglasten oder verölten Belägen liegen. Auch dann ist ein neues Paar oft die sauberste Lösung.
Wie du die Belagstärke sauber misst und welche Grenzwerte die Hersteller angeben, steht ausführlich im Ratgeber zur Verschleißgrenze von Bremsbelägen. Schau beim Belagwechsel auch gleich auf die Scheibe: Shimano-Bremsscheiben sind bei 1,5 mm Dicke oder weniger fällig.
Werkzeug und Vorbereitung
Spezialwerkzeug brauchst du für den Belagwechsel kaum. Das hier sollte bereitliegen:
- Passende neue Bremsbeläge (Modell vorher am Bremssattel ablesen, dazu unten mehr)
- Innensechskant- oder Torx-Schlüssel, je nachdem, wie die Belagachse gesichert ist
- Spitzzange für Sicherungsclips oder Splinte
- Kunststoff-Reifenheber oder Kolbenrücksteller zum Zurückdrücken der Kolben
- Pad-Spacer (die Kunststoff-Transportsicherung aus der Verpackung) oder notfalls ein gefaltetes Stück Karton
- Isopropanol (Isopropylalkohol) und ein fusselfreies Tuch, kein Bremsenreiniger an Kolben und Dichtungen
- Einmalhandschuhe oder frisch gewaschene Hände
Die Beläge selbst sind bei allen gängigen hydraulischen Scheibenbremsen ähnlich befestigt: Eine Achse oder Schraube hält sie im Sattel, gesichert mit einem Clip, einem Splint oder einem Gewinde. Zwischen den Belägen sitzt eine Spreizfeder, die sie nach dem Bremsen wieder von der Scheibe drückt. Ob Shimano, SRAM, Magura oder Tektro: Das Prinzip ist gleich, nur Werkzeug und Clip unterscheiden sich.
Scheibenbremse: Bremsbeläge wechseln Schritt für Schritt
Die Reihenfolge unten folgt dem Shimano-Händlerhandbuch und funktioniert genauso bei den meisten anderen hydraulischen Scheibenbremsen. Eine bebilderte Anleitung speziell für Shimano-Sättel findest du in unserem Artikel Shimano Bremsbeläge wechseln.
- Rad ausbauen. Das Bike am besten in einen Montageständer hängen oder sicher abstellen. Am Vorderrad kommst du teils auch ohne Ausbau an die Beläge, sauberer ist es mit ausgebautem Rad.
- Sicherung lösen. Clip oder Splint mit der Spitzzange abziehen, dann die Belagachse herausdrehen oder herausziehen.
- Alte Beläge herausnehmen. Beläge samt Spreizfeder aus dem Sattel ziehen. Mach vorher ein Handyfoto, wie die Feder sitzt, das erspart dir beim Einbau das Rätseln.
- Kolben und Sattel reinigen. Die Kolben und den Bereich drumherum mit Isopropanol und einem Tuch säubern. Kein Öl, kein Fett, kein Kettenspray und laut Shimano auch kein handelsüblicher Bremsenreiniger, der kann die Dichtungen angreifen.
- Kolben zurückdrücken. Mit einem flachen Werkzeug, etwa einem Kunststoff-Reifenheber, die Kolben gerade in den Sattel zurückdrücken. Nicht verkanten und nichts Spitzes nehmen, Shimano warnt ausdrücklich davor. Ein Schraubenzieher kann die Kolben beschädigen.
- Neue Beläge einsetzen. Spreizfeder zwischen die neuen Beläge setzen und das Paket in den Sattel schieben. Die Reibfläche dabei nicht anfassen, nur die Trägerplatte.
- Belagachse montieren und sichern. Achse einsetzen und mit dem Herstellerwert anziehen. Das sind keine großen Kräfte: Shimano gibt für XT und SLX (zum Beispiel BR-M8100 und BR-M7100) 1 bis 1,5 Nm an, für XTR sogar nur 0,2 bis 0,4 Nm. Danach Clip oder Splint wieder einsetzen.
- Pad-Spacer einsetzen und Hebel betätigen. Den Spacer zwischen die neuen Beläge stecken und den Bremshebel ein paar Mal ziehen. So setzen sich die Kolben gleichmäßig.
- Spacer raus, Rad rein. Laufrad einbauen und den Hebel mehrmals pumpen, bis der Druckpunkt wieder fest ist. Die ersten Züge gehen weiter durch, weil die Kolben erst an die dickeren Beläge heranfahren.
- Kontrolle. Rad drehen: Schleift nichts, ist alles gut. Schleift es, die beiden Befestigungsschrauben des Sattels leicht lösen, Bremshebel ziehen und halten, Schrauben wieder festziehen. Danach die Beläge einbremsen (siehe unten).

💡 Werkstatt-Tipp von Christian: "Der Klassiker bei uns am Montagetresen: Rad raus, Bike ins Auto, unterwegs mal an den Hebel gekommen, und schon stehen die Kolben so weit draußen, dass keine Scheibe mehr dazwischen passt. Steck den Spacer oder ein gefaltetes Stück Karton zwischen die Beläge, sobald das Rad draußen ist. Und wenn es doch passiert ist: Kolben mit dem Kunststoff-Reifenheber gerade zurückdrücken, nicht mit dem Schraubenzieher hebeln."

Sonderfall mechanische Scheibenbremse
Bei einer mechanischen Scheibenbremse zieht ein Seilzug die Beläge an die Scheibe, da stellt sich nichts automatisch nach. Die Beläge wechselst du grundsätzlich genauso: Sicherung lösen, alte Beläge raus, neue mit Feder rein, sichern. Weil die neuen Beläge dicker sind, musst du danach den Belagabstand über die Einstellräder am Sattel oder über die Zugspannung neu einstellen. Ziel: Die Scheibe läuft frei, und der Hebel packt deutlich vor dem Lenker zu.
Bremsklötze an Felgenbremse und V-Brake wechseln
Bei Felgenbremsen heißen die Beläge Bremsklötze oder Bremsschuhe. Sind die Rillen im Gummi fast weg oder ist der Gummi hart und glasig, tauschst du sie. Manche Bremsschuhe haben einen Halter mit Wechselgummi (Cartridge), da kommt nur der Gummi neu. So gehst du bei einer V-Brake vor:
- Bremse öffnen. Das Führungsrohr des Zugs aus der Halterung am Bremsarm aushängen, dann klappen die Arme auseinander.
- Alten Bremsschuh lösen. Die Mutter an der Rückseite des Bremsarms lösen (oft 5-mm-Inbus) und den Schuh herausziehen. Merk dir die Reihenfolge der gewölbten Unterlegscheiben.
- Neuen Schuh ansetzen. Auf die Markierung für links und rechts beziehungsweise die Laufrichtung achten, falls eine vorhanden ist.
- Höhe einstellen. Der Belag sitzt voll auf der Bremsflanke der Felge, nie so hoch, dass er den Reifen berühren kann.
- Vorspur einstellen. Die vordere Kante des Belags soll die Felge zuerst berühren. Ein Gummiband hinten zwischen Belag und Felge hilft beim Festziehen als Abstandhalter. Das mindert Quietschen.
- Festziehen und Zug einhängen. Den Abstand zur Felge danach mit der Stellschraube am Bremshebel feinjustieren.
- Test. Hebel kräftig ziehen: Die Bremse muss sicher packen, bevor der Hebel am Lenkergriff ansteht.
Wenn die Bremse danach einseitig schleift oder der Hebel zu weit durchgeht, hilft dir die Anleitung V-Brake einstellen in 8 Schritten weiter.
Neue Beläge richtig einbremsen
Frische Scheibenbremsbeläge bremsen auf den ersten Metern spürbar schwächer. Erst wenn sich Belag und Scheibe aneinander angepasst haben, kommt die volle Bremskraft. Shimano beschreibt das Einbremsen so:
- Auf einer ebenen, sicheren Strecke ohne Hindernisse fahren.
- Eine Bremse so weit ziehen, dass du gerade noch weitertreten kannst, und so circa 20 m fahren. Am E-Bike die Unterstützung dabei ausschalten, sonst wird die Scheibe zu heiß.
- Das mindestens 10 Mal wiederholen, jeweils für Vorder- und Hinterradbremse.
Dabei merkst du, wie die Bremskraft zunimmt. SRAM, Magura und Co. haben eigene Einbrems-Anleitungen, das Prinzip ist dasselbe. Mehr Hintergrund und eine Variante für MTB und E-Bike gibt es im Artikel neue Bremsen richtig einfahren. Bis die Beläge eingebremst sind, bitte keine steile Abfahrt als ersten Test.
Welche Beläge passen in mein Bike?
Das Wichtigste vorweg: Den Belag suchst du nach der Bremse aus, nicht nach der Radmarke. Modell und Hersteller stehen auf dem Bremssattel, zum Beispiel „BR-MT200“ bei Shimano. Entscheidend ist die Form des Belags, und die hängt vom Sattel ab. Beläge für 2-Kolben- und 4-Kolben-Sättel sind nicht untereinander tauschbar, bei Shimano passt auch die B-Form nicht in einen Sattel für die G-Form.
| Deine Bremse (Beispiele) | Belagform | Belag-Beispiel | Wann empfehlen wir das? |
|---|---|---|---|
| Shimano 2-Kolben: BR-MT200, MT201, MT400, MT410, MT500, M315 | B-Form | Shimano B05S Resin | Für Trekking, City und Touren-E-Bikes mit diesen Sätteln. Leise, günstig, schont die Scheibe. |
| Shimano 2-Kolben: BR-M8100, M7100, M6100 | G-Form | Shimano G05A-RX Resin | Für MTB und E-MTB mit XT-, SLX- oder Deore-Bremse, wenn du einen leisen Resin-Belag willst. |
| Shimano 4-Kolben: BR-M8120, M7120, M6120, MT420, MT520 | D-Form | Shimano D03S Resin oder D02S Sintermetall | D03S für Touren und Alltag, D02S für lange Abfahrten, Bikepark und schwere E-MTB, sofern deine Scheibe für Sinter freigegeben ist. |
| SRAM und Avid (Code, Guide, Level, DB) | je nach Modell | Bremsbeläge für SRAM | Wenn auf dem Sattel SRAM oder Avid steht. Modellnamen am Sattel ablesen und mit der Belagbeschreibung vergleichen. |
| Magura MT-Reihe | je nach Modell | Magura-Beläge nach Typ | Bei Magura MT4, MT5, MT7 und Co. Welcher Belagtyp passt, hängt vom Bremsenmodell ab. |
| E-Bike mit hohem Gewicht und viel Bergab | je nach Sattel | Kool-Stop D635E E-Bike-Belag (Shimano G-Form) | Wenn dein E-MTB einen Shimano 2-Kolben-Sattel der G-Form hat und dir Resin zu schnell verschleißt. |
Achtung bei Sintermetall: Einige Shimano-Scheiben wie SM-RT56, RT54, RT30 oder RT26 sind nur für Resin-Beläge freigegeben, das ist auf der Scheibe eingeprägt („Resin pad only“). Eine ausführliche Tabelle mit allen Herstellern findest du im Ratgeber welcher Bremsbelag passt.
Den Shimano-Code auf dem Belag lesen
Auf Shimano-Belägen steht ein Code wie „B05S-RX“ oder „D02S-MX“. Der erste Buchstabe verrät die Form und damit den passenden Sattel (B, G, D und so weiter). Der Buchstabe nach der Zahl steht für die Trägerplatte, S für Stahl, A für Aluminium. Hinter dem Bindestrich folgt das Reibmaterial: R für Resin, M für Metall beziehungsweise Sinter. Der letzte Buchstabe sagt, ob der Belag Kühlrippen hat (F) oder nicht (X). Wenn du den alten Belag noch hast, ist dieser Code die schnellste Abkürzung zum richtigen Ersatz.

Du hast ein E-Bike und willst gezielt nach haltbareren Mischungen schauen? In unserer Auswahl an E-Bike-Bremsbelägen findest du die Beläge, die die Hersteller als E-Bike-Mischung anbieten.
Was kostet der Bremsbelagwechsel?
Mal ehrlich: Der Belagwechsel an der Scheibenbremse ist eine der Arbeiten, bei denen sich Selbermachen am schnellsten rechnet. Die Werkstattpreise unten sind Richtwerte aus veröffentlichten Preislisten, je nach Region und Betrieb kann es mehr oder weniger sein.
| Posten | Selbst gemacht | In der Werkstatt |
|---|---|---|
| Beläge Scheibenbremse, pro Bremse | circa 7 bis 30 Euro | Belagpreis der Werkstatt |
| Arbeitslohn Belagwechsel Scheibenbremse | 0 Euro, circa 10 bis 20 Minuten | circa 12 bis 20 Euro pro Bremse |
| Bremsschuhe Felgenbremse wechseln und einstellen | 0 Euro plus Bremsschuhe | circa 18 Euro pro Bremse plus Material |
| Entlüften, falls zusätzlich nötig | Entlüftungskit und Bremsflüssigkeit | circa 18 bis 60 Euro pro Bremse |
E-Bike Bremsbeläge wechseln, Kosten: Die Arbeit am Bremssattel ist beim E-Bike dieselbe wie beim normalen Rad. Teurer wird es, wenn die Werkstatt ein Hinterrad mit Nabenmotor ausbauen muss oder wenn du auf spezielle E-Bike-Beläge setzt. Frag vorher nach einem Festpreis.
Ein normaler Belagwechsel braucht übrigens kein Entlüften. Das wird erst nötig, wenn der Druckpunkt nach dem Pumpen weich bleibt oder Luft im System ist.
Typische Fehler beim Belagwechsel
| Fehler | Folge | So machst du es richtig |
|---|---|---|
| Hebel gezogen, während Rad oder Beläge draußen sind | Kolben fahren zu weit aus, Scheibe passt nicht mehr rein | Spacer einsetzen, Kolben flach und gerade zurückdrücken |
| Kolben mit Schraubenzieher zurückgehebelt | Kolben beschädigt oder verkantet, Bremse schleift | Kunststoff-Reifenheber oder Kolbenrücksteller nehmen |
| Reibfläche mit öligen Fingern angefasst | Belag verölt, Bremse quietscht und bremst schwach | Nur an der Trägerplatte anfassen, verölte Beläge ersetzen |
| Belagachse zu fest angezogen | Gewinde im Sattel beschädigt | Herstellerwert beachten, das sind oft nur 1 bis 1,5 Nm oder weniger |
| Falsche Belagform gekauft | Belag passt nicht in den Sattel | Modell am Bremssattel ablesen oder den Code am alten Belag nehmen |
| Einbremsen ausgelassen | Schwache Bremswirkung, Quietschen | Einbremsen nach Herstelleranleitung, bevor es in die Berge geht |
💡 Werkstatt-Tipp von Christian: "Was ich immer wieder sehe: nagelneue Beläge, aber die Scheibe hat vorher Kettenöl abbekommen, oder die Beläge wurden mit schmierigen Fingern eingesetzt. Dann quietscht es und bremst wie auf Seife. Öl im Belag bekommst du nicht mehr zuverlässig raus, da hilft nur ein neues Paar. Also Hände waschen, Scheibe mit Isopropanol abwischen und die Beläge nur an der Trägerplatte anfassen."
Häufige Fragen zum Bremsbeläge wechseln
Was kostet es, Bremsbeläge am Fahrrad wechseln zu lassen?
Für den reinen Belagwechsel an der Scheibenbremse verlangen Werkstätten meist circa 12 bis 20 Euro Arbeitslohn pro Bremse, dazu kommen die Beläge mit circa 7 bis 30 Euro. Bremsschuhe an der Felgenbremse wechseln und einstellen liegt bei circa 18 Euro pro Bremse plus Material. Muss zusätzlich entlüftet werden, wird es teurer.
Wie wechsle ich die Bremsbeläge an einem Fischer E-Bike oder anderen E-Bikes?
Genauso wie an jedem anderen Rad mit Scheibenbremse. Entscheidend ist nicht die Radmarke, sondern die verbaute Bremse. Hersteller und Modell stehen auf dem Bremssattel. Danach wählst du die passenden Beläge aus und gehst nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung oben vor.
Muss ich die Bremse nach dem Belagwechsel entlüften?
Normalerweise nicht. Nach dem Einbau pumpst du den Hebel ein paar Mal, bis der Druckpunkt wieder fest ist. Bleibt er weich oder lässt sich der Hebel bis zum Lenker ziehen, ist vermutlich Luft im System, dann ist Entlüften fällig.
Kann ich nur einen Belag oder nur vorne wechseln?
Innerhalb einer Bremse tauschst du immer beide Beläge zusammen, sie werden auch als Paar verkauft. Vorne und hinten kannst du unabhängig voneinander wechseln.
Warum quietschen meine neuen Bremsbeläge?
Die häufigsten Gründe sind fehlendes Einbremsen, Öl oder Fett auf Belag oder Scheibe und ein schief sitzender Bremssattel. Erst einbremsen, dann den Sattel ausrichten. Sind die Beläge verölt, hilft nur ein neues Paar.
Mein Rat aus der Werkstatt
Bremsbeläge wechseln ist keine Hexerei. Wenn du den Belag nach dem Bremssattel auswählst, die Kolben sauber und gerade zurückdrückst, den Hebel bei offenem Sattel in Ruhe lässt und die neuen Beläge einbremst, bremst dein Rad danach wieder wie neu. Unsicher wird es erst, wenn der Druckpunkt weich bleibt oder Öl im Spiel ist, dann lieber die Werkstatt fragen. Schau am besten gleich in unsere Bremsbeläge für alle gängigen Marken, dort findest du das passende Paar für deinen Sattel und kannst den Wechsel am nächsten freien Nachmittag selbst erledigen.





